Rheine. Der Gutachterausschuss in der Stadt Rheine hat in seiner Sitzung am
02.02.2015 die Bodenrichtwerte 2015 beschlossen. Eine ganzjährige hohe Dynamik auf dem Immobilienmarkt in der Stadt Rheine nahm, aufgrund der zum 01.01.2015 eingetretenen Grunderwerbssteuererhöhung in NRW, zum Ende des Jahres 2014 nochmals Fahrt auf.
Deutlich erkennbar ist eine Unterschiedliche Entwicklung zwischen der Stadt Rheine und den stadtfernen Gebieten mit nur minimalen Preissteigerungen oder zum Teil sogar Preisrückgängen.
Der Immobilienmarkt in Rheine in Zahlen:
Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge stieg im Vergleich zum Jahr 2013
um ca. 26 % auf etwa 900 Verträge an. Dieser Markt teilt sich im Wesentlichen
auf in 233 Eigentumswohnungen, 381 bebaute Grundstücke und 228 unbebaute
Grundstücke. Dabei wurden ca. 117 Mio. € umgesetzt. Baugrundstücke in Rheine erfuhren im Durchschnitt eine Preissteigerung in Höhe von rd. 10%.
Bei den bebauten Immobilien zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab:
Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser erfuhren eine Preissteigerung von
+10,4 %, Doppelhäuser und Reihenhäuser von +9 % und bei Eigentumswohnungen lag die Steigerung bei +8,1 %.Die durchschnittlichen Preise für ein Einfamilienhaus lagen bei 167.000 €, für eine Doppelhaushälfte bei 135.000 € und für eine Eigentumswohnung bei 100.000 € für ein Baugrundstück wurde in Rheine durchschnittlich etwa 80.000 € bezahlt.
Spitzenreiter bei den Steigerungen ist ein weiteres Mal der landwirtschaftlich
genutzte Grund und Boden mit einer Steigerung von 19,7 % im Jahr 2014.
Der Bodenrichtwert für Ackerland liegt in Rheine somit mittlerweile bei 6,50 €/
m2. Im Jahr 2004 lag der Bodenrichtwert bei 2,51 €/m2. Das entspricht einer
Steigerung von 246% in nur 10 Jahren. Gründe hierfür sind die niedrigen
Zinsen, das knappe Angebot und bestehende Landnutzungskonflikte zwischen der klassischen Landwirtschaft, Flächenbedarf für erneuerbare Energien insbesondere Biogasanlagen sowie Anforderungen für Naturschutzmaßnahmen so der Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Mark Dieckmann.
Die aktuellen Bodenrichtwerte können unter www.boris.nrw.de eingesehen oder
bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter 05971/939-428 erfragt
werden.