Kindergarten

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Der Kindergarten St. Ludgerus in Elte, unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer – Rheine, wurde vor mehr als 40 Jahren (1972) mit der aktiven Unterstützung von Elteranern gebaut. Seither ist er ein fester Bestandteil des dörflichen Lebens.

KinderIm Jahr 2009 wurde aufgrund von sinkenden Kinderzahlen die 3-Zügigkeit unserer KiTa auf eine “2-Gruppen-Einichtung” gesenkt. Es entstand eine Gruppe des Gruppentyp III (Ü3: 3-6 Jahre) und eine Gruppe des Gruppentyps I (Ü3: 2-6 Jahre).” (1) Seit dem Jahr 2010 ist die integrative Arbeit ein fester Bestandteil der Einrichtung.

Seit dem 01.08.2014 sind die Gruppentypen im Kindergarten umgestellt worden. Die Einrichtung verfügt nun in ihrer 2-Zügigkeit über zwei Gruppen des Typ I (U3 Gruppen). Dementsprechend bietet sie Platz für 28 Kinder im Alter “über 3 Lebensjahren” und 12 Kinder im Alter von “unter 3 Lebensjahren”.

Diese Entscheidung zieht die mangelnde Flexibilität in der Belegung der Gruppen mit U3 und Ü3 Kindern nach sich.

Eltern, Stadtteilbeirat, Vereine, Verbände und Initiativen machen sich bis heute für eine Flexibilisierung in der Platzvergabe stark.

KiGa StadttelbeiratAktuell hat der Elternrat des Kindergartens in seiner Anfrage an den Jugendhilfeausschuss die Problematik erneut aufgezeigt (s.u.) und hat um die Beantwortung von Fragen und um Unterstützung gebeten.

Auszug aus der Anfrage an den Jugendhilfeausschuss:

Die Kindertagesstätte St. Ludgerus nimmt in den kommenden Kindergartenjahren nur noch ausschließlich Kinder unter 3 Lebensjahren auf.”

Möchte nunmehr eine Familie aus Elte ihr Kind in der KiTa St. Ludgerus – ortsnah – untergebracht wissen, wird sie von der Kommune bzw. der Kirche genötigt, entgegen ihrer Auffassung zum Kindeswohl, ihr Kind mit nicht einmal 3 Jahren in den Kindergarten zu schicken.  (Am Beispiel der Familie der Unterzeichnerin Fendesack dargestellt: Die Tochter Inga wäre am 01.08.2014, mit 1 Jahr und 10 Monaten! 5 Tage die Woche in den Kindergarten gekommen).

Konnte bzw. kann sich die Familie damit nicht arrangieren und möchte nunmehr bzw. in Zukunft ihr Kind, das dann bereits „Ü3“ ist, in die KiTa anmelden – hat sie in Elte keine Chance. Auch wenn sich evtl. ein Geschwisterkind bereits in dieser KiTa befindet.
Nicht ohne Grund erfreut sich die „Räuberhöhle“ des TV Jahn – Loslösegruppe in Elte – für die Kinder im Alter von 2 – 4 Jahren großer Beliebtheit für eine altersentsprechende Betreuung. Wie es Ihnen bereits bekannt sein wird, wird diese Gruppe im nächsten Jahr auch erweitert.

Dann kommt den Familien, die im letzten Jahr das U3 Kind lieber mit weniger Wochenstunden in einer intimeren Umgebung bei einer Tagesmutter bzw. in Kombination Loslösegruppe untergebracht haben, am 28.11.2014 ein Brief des Jugendamtes der Stadt Rheine in den Haushalt geflattert – mit der Weile ist das Kind ja Ü3 -, dass sich die Kindertagespflege vorrangig an Kinder im Alter von unter drei Jahren richtet. Die Familie hat jedoch aufgrund der derzeitigen KiTa Situation die Wahl, das Kind weiter in der Kindertagespflege betreuen zu lassen oder sich für einen Platz in einer Kindertageseinrichtung zu entscheiden. Die „Wahl“ Kindertagesstätte in Mesum oder Gellendorf – wo evtl. bereits ein Geschwisterkind in der KiTa Elte ist – oder Tagespflege in Elte ist schnell getroffen…”

Konkret möchten die Eltern wissen:

Ist es, wie im Kindergartenjahr 2015/2016 für Mesum geplant, möglich, eine befristete Kindertagesstättengruppe auch in Rheine-Elte für Ü3-Kinder einzurichten?

Wie werden tatsächlich die Bedarfszahlen der KiTa’s in Rheine ermittelt? Wäre es nicht zweckmäßig, ein zentrales Anmeldeverfahren einzuführen, damit zukünftig der Bedarf treffend ermittelt wird (so dass ein Mangel an Ü3-Plätzen, so wie es zurzeit u.a. in Elte der Fall ist, nicht ein weiteres Mal auftritt)

Besteht die Möglichkeit, die Gruppenformen in der KiTa Elte umzuwandeln, so dass auch Kinder über 3 Lebensjahren die Möglichkeiten haben, in der örtlichen Kindertagesstätte betreut zu werden?

Die Antwort:

“Der Wunsch von Eltern aus Elte, dort zusätzliche Betreuungsplätze für Ü3-Kinder zu schaffen, indem z.B. eine Gruppenform I in eine Gruppenform III zurückgewandelt würde, müsste zu teuer erkauft werden. Investitionskostenzuschüsse iHv. 68.350 Euro wären an das Land NRW zurückzuzahlen. Auch die Idee, ähnlich wie in Mesum eine Übergangsgruppe zu schaffen, wird sich nicht verwirklichen lassen. Die jetzt nicht mehr vorgesehene Übergangsgruppe in Mesum war nur denkbar, weil die Kinder anschließend in die noch zu schaffenden neue Kita in Mesum hätten wechseln können. Die Jugendhilfeplanung ist sich bewusst, dass nicht alle in Elte wohnenden Kinder auch in Elte einen Kitaplatz finden können. Eine Erweiterung der Kita St. Ludgerus/Elte wurde schon vor einem Jahr (vgl. Vorlage Nr. 510/13) als nicht möglich verworfen.”

Quelle:
(1)  http://www.kita-stludgerus.de/einrichtung.html

 

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